Bin ich Frautark genug?

Anhand der Rückmeldungen ist mir aufgefallen, dass viele Jung-Selbständige sich nicht sicher sind, ob sie bei den Treffen und im Verbund dabei sein dürfen und «Frautark genug» sind. Da wären wir automatisch beim Thema Konkurrenz/Vergleichen/Bin ich ich gut und wertvoll genug

 

Frautark sein hat aus meiner Sicht nicht primär damit zu tun, wie lange ich selbständig bin und wie viel Umsatz ich mit meinem Angebot generiere. Frautark sein ist aus meiner Sicht eine Haltung. Stelle ich mich dem, was mir das Leben gerade bringt? Übernehme ich die Verantwortung für das, was ist? Bleibe ich mir und meiner Vision treu, auch wenn ich gerade noch nicht weiss, wie ich mein Angebot unter die Menschen bringe und ob ich es "erfolgreich" verkaufen kann? Mache ich weiter, auch wenn es noch nicht wie gewünscht läuft? Erlaube ich mir meine eigene Entwicklung und Entfaltung? Halte ich mich selbst aus? Traue ich meinen Gefühlen?

 

Frautark sein bedeutet auch, liebevoll mit mir selbst zu sein. Geduldig zu sein mit mir sowie Verständnis für mich und meinen Prozess zu haben. Denn, je liebevoller und achtsamer ich mit mir bin, desto mehr kann ich

das auch mit meinem nahen Umfeld und in der Begegnung mit meinen Kunden sein. Ja, das Leben ist nicht ein Dauerzustand an erfolgreichen Hoch-Zeiten. Die Kunst und Hingabe, das im Moment zu anerkennen was ist, es anzunehmen und es, wenn nötig und möglich, zu wandeln oder auch mal auszuhalten, das ist es doch, was uns in unserer weiblichen Kraft mehr und mehr ankommen lässt.

 

Fühlt euch also nicht «zu wenig gut» oder «besser als...». Jede Phase der Selbständigkeit bringt ihre Aufgaben, Hürden, Chancen und Entwicklungsschritte, die es zu meistern gilt. Lasst den Zweifeln in euch nicht mehr Raum als der Liebe für eure Gaben und Talente, welche ihr in die Welt bringen wollt und sollt!

 

Du bist wie du gerade bist herzlich willkommen, ein Teil des Frautark-Verbundes zu sein.  Da ist keine unter uns, die besser, schöner, wertvoller oder erfolgreicher wäre. Aus der Perspektive der Einheit sind wir Eins. Und so zeigst du mir, was ich selbst bin.

 

Suzane Brunner Zeltner